Dankbar für die kleinen Wunder – Erntedank

Der Sommer war lang, heiß und fast überall im Land gab es – zur Freude der Sonnenhungrigen, aber zum Leidwesen der Natur – viel zu wenig Regen. Vor diesem Hintergrund wurde das Betrachten der bunten, reich gefüllten Erntekörbchen, welche die vielen Kinder unserer Schule am 25. September 2026 mit in die Schule brachten, um sie gemeinsam zur Lutherkirche für das Erntedankfest zu tragen, zu einem kleinen Wunder.

Im Gotteshaus angekommen, stellten die Jungen und Mädchen ihre bunten Gaben im Altarraum zu den anderen Körbchen mit frischem Obst, Gemüse und Lebensmittelspenden, die bereits ihren Platz gefunden hatten, bis sie am Montagmorgen zu ihrem eigentlichen Bestimmungsort, der „Zwickauer Tafel“ gebracht werden.

Nun nahmen alle, die hergekommen waren, in den hölzernen Kirchenbänken Platz und sangen gleich zu Beginn der Erntedank-Stunde ein vielen Kindern schon gut bekanntes Lied mit Frau Hause: das Lied vom Dankesagen. Danach hatte die Religionslehrerin, wie schon in den vergangenen Jahren zur Tradition geworden, eine kleine Geschichte mit ihrer Handpuppe Freddy vorbereitet. Natürlich ging es auch diesmal um das Wachsen und Werden in der Natur und um die Ernte.

Und fast beiläufig kam auch das Thema Dankbarkeit ins Spiel, verknüpft mit dem kleinen Geschenk, was die Grundschüler vor dem Heimweg erhalten würden: eine Pipette und ein Pülverchen für ein Erfrischungsgetränk. Damit ermutigte Frau Hause die Kinder, jeden Tag einer Pflanze zu Hause ein paar Tröpfchen Wasser zu geben und an etwas zu denken, wofür sie dankbar sind, wie die Pflanze für das lebenswichtige Nass. Eine schöne Idee, die sicherlich den Pflanzen und den Kindern guttun wird.

Zum Abschluss sangen alle noch einmal gemeinsam ein Lied über Licht, Luft, Wasser und Erde, die Grundlagen für die Wunder des Lebens, die im Alltag kaum als solche wahrgenommen werden, weil sie uns schließlich immer umgeben, obgleich ihr Fehlen fatal wäre.

Für unsere Jüngsten war dieser kleine Ausflug sicher eine schöne Sache, bei der Werte wie Teilen, Dankbarkeit, Gemeinsinn und Achtsamkeit real und fassbar wurden. Bräuche, die auf solch eine Weise gehegt und gepflegt werden, brauchen gewiss kein Wunder, um auch in der Zukunft Bestand zu haben.

Wir möchten allen Familien DANKE sagen, die sich auch in diesem Jahr beteiligt haben und dieser schönen Tradition immer wieder neues Leben einhauchen.