Mit Erntedankkörbchen und Regenschirm in die Kirche

Erntedank 2025Trotz des regnerischen Wetters versammelten sich viele Jungen und Mädchen der Dittes-Grundschule am 25. September 2025 nach der Frühstückspause gutgelaunt am Haupteingang der Schule. Gemeinsam mit ihren Eltern hatten die Kinder mit viel Liebe ihre Erntedankkörbchen vorbereitet, die sie heute zur Kirche bringen wollten. Jedes Körbchen war gefüllt mit frischem, buntem Obst und Gemüse, deren Farbenfreude nur von den bunten Regenschirmen übertroffen wurde, die die Grundschüler schon parat hatten. Dann machte sich der lange Zug wie ein buntes Band auf den Weg durch den tristen Herbsttag.

In der Kirche angekommen, stellten sie Kinder die mitgebrachten Gaben auf den Tischen neben dem Altar ab und nahmen auf den Kirchenbänken Platz. Frau Hause wartete bereits am Rednerpult mit ihrer Gitarre und der den Kindern inzwischen wohlbekannten Handpuppe Freddy. Gemeinsam mit der Religionslehrerin sangen alle das Lied vom Dankesagen, denn wie schon das Wort Erntedank verrät, ist diese Tradition der Wertschätzung einer guten Ernte gewidmet. Genau der richtige Zeitpunkt also, um darüber zu sprechen, was Pflanzen zum Wachsen und Gedeihen brauchen. Natürlich auch, wie wichtig der achtsame Umgang mit den Gaben der Natur ist, die wir viel zu oft als selbstverständlich hinnehmen.

Außerdem erfuhren die Kinder, was mit den mitgebrachten Lebensmittelspenden geschieht, denn sie schmücken nur bis zum Sonntag die Kirche. Am Montagmorgen treten sie ihre Reise zu ihrem wahren Bestimmungsort an – der Zwickauer Tafel. Dort werden sie an bedürftige Familien verteilt.

Blumensamen ErntedankAls die Kinder die Michaeliskirche wieder verließen, bekam jeder noch ein kleines Geschenk mit auf den Weg, das passender nicht hätte sein können: eine kleine Samenkugel aus Blumensamen für das nächste Frühjahr.

Uns hat dieser Tag daran erinnert, wie wichtig Dankbarkeit und Gemeinschaft sind. So lernen unsere Jüngsten nicht nur, für die Ernte dankbar zu sein, sondern auch Werte und Bräuche zu hegen und zu pflegen, die uns guttun und uns ein Stück näher zusammenbringen.

Und auch wir möchten allen Familien „danke“ sagen, die sich beteiligt haben und diese schöne Tradition lebendig halten.